Aktuelle Beiträge

Pitesti

  22:15 Uhr 

Anja ging es heute früh besser. Nach dem Frühstück ging es auf die längere Fahrt bis nach Pitesti. Die Stadt hatten wir eher gewählt um dichter an Bukarest ran zu kommen, von wo wir am Montag aus zurück fliegen.

Es geht übers Land durch wunderbare Landschaften und kleine Dörfer. Teils in dichtem Verkehr. Scheint das hier alle am Sonntag auch raus in die Natur zum picknicken wollen. Irgendwann tuen mir auch alle Knochen weh und ich werf mir eine Tablette ein. Scheint die Grippe beginnt auch nach mir zu greifen. An einer Tankstelle gibts für jeden ein Sandwich.

Irgendwan zwischen 14 und 15 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft. Dank eines großen Parkplatzes gibts keine Park Probleme. Einchecken und erstmal ausruhen. Dann langsam recherchieren wo man etwas zu Essen bekommt. Von der Unterkunft gibts einen Rabattcode für eines der Restaurants, aber die Kritiken sind nicht die besten.

Schlussendlich machen wir uns auf ins La Tuciuri. Leider keine Website, sondern nur eine Buchungsseite über smart-menu.ro. Die Bedienung frag wohl ob wir rein oder raus wollen. Trotz des warmen Wetters gehen wir raus. Es sieht aus wie eine Halle, das Dach sind aber tatsächlich ziemlich große Markisen. Es geht ein wenig Wind, daher halbwegs erträglich.

Mit Englisch kommen wir hier erstmal nicht groß weiter. Aber die Speisekarte hat ja Bilder mit drauf. Anja hatte Huhn mit Roter Beete und ich ein Gulasch mit Reis. Beides lecker.

Pitesti ist eher eine Industriestadt. Die Sehenswürdigkeiten halten sich somit auch in Grenzen. Einzig sind die Musical Fontänen. Ein Brunnen vor dem Rathaus, dessen Fontänen mit buntem Licht im Takt zu diversen Musikstücken beleuchtet werden. Das ganze geht immer von 21:30 - 22 Uhr. Wir sind noch zu früh und drehen daher noch eine Runde über unsere Unterkunft, um schonmal für den Heimflug den nächsten Tag alles vorzubereiten.

In der Eisdiele am Brunnen gibt es noch ein Eis und pünktlich um halb zehn fängt die Musik an und die zahlreichen Wasserfontänen zeigen was sie können. Wir machen zu viele Bilder. Abschluss ist die Titelmusik von Fluch der Karibik. Zurück geht es durch die Fußgängerzone der Innenstadt.

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Allein in Sighisoara

  22:44 Uhr 

Hab erst mal in Erfahrung gebracht wo es hier eine Apotheke gibt, um für Anja was zu besorgen. Finde die Apotheke in der Neustadt direkt und die Apothekerin gibt mir Paracetamol 500mg 20 Tabletten für umgerechnet 0,80€. Dann zurück zum Hotel um die Medikamente abzuliefern.

Erstmal besichtige ich den Stundturm. Oben auf der Aussichtsplatform hängt ein Schild, das es von hier aus gerade noch 3975km zum Nordpol sind. Bis dahin kann man natürlich nicht schauen, aber das Wetter ist gut und die Aussicht auf die Stadt ist perfekt. Bislang kamen wir nicht dazu irgendwelche Souvenirs einzukaufen. Hab hier aber ein T-Shirt und eine Schildmütze entdeckt, die ich mir kaufen will. Als ich beides erstanden hab ruft Anja an und meint Ihr würde es besser gehen. Ich will noch ein paar Fotos machen bevor ich Sie im Hotel abhole.

Ich komm am Rathaus vorbei, wo gerade eine Hochzeit stattfindet. Ich mach auch zwei drei Bilder und nutze die Chance auf dem Parkplatz des Rathauses in die Neustadt runter zu fotografieren. Zwei Autos mit deutschem KN Nummernschild stehen da und ich schau mir den Stempel an, da ich nicht direkt von KN auf Konstanz kommt.

Ein jüngerer Mann kommt ums Eck und schaut micht an, ich sag: “Konstanz”. Er erwiedert: “Ja warum?”. “Wollte nur wissen was KN bedeutet.” “Ja, Konstanz. Wir sind Rumänen und heiraten hier.”

Im laufe des Tages laufen mir bestimmt noch 3-5 Hochzeitspaare über den Weg. Alle von einem Fotografen begleitet und teils auch mit einem Videografen, um ihre Hochzeitsbilder zu machen.

Ich hol Anja ab und ich zeig Ihr wie toll ich mich schon in Sighisoara auskenne :smiley: Wir schaffen es ein Eis zu Essen und eine kleine Runde durchs Ort zu drehen. Eine Tablette macht noch keinen Gesund. Anja legt sich wieder ab. Ich ruh mich ebenfalls eine Runde aus.

Im Internet such ich mir was raus, wo ich Essen gehen will. Finde das Lokal, was direkt in der Nähe sein soll, aber nicht. Scheint das gibt es nicht mehr. Könnte sein das das Gartenlokal nicht mehr existiert. So lande ich direkt gegenüber unserem Hotel im Restaurant Bastion - La Strada.

Es gibt einen Eintopf und zwei Bier. Das Essen sah weniger aus, als es dann tatsächlich war. Gut gesättigt hol ich im Zimmer meine Kamera und das Stativ, um ein paar Nachtaufnahmen von Sighisoara zu machen. Mit langen Belichtungszeiten um 20-30 Sekunden, verschwinden alle sich bewegenden Personen aus der Aufnahme. So gelingen ein paar ganz gute Aufnahmen.

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Sighisoara

  09:44 Uhr 

Gestern ging es knapp 2 Stunden bis nach Sighisoara. Wir kamen auch an Cheile Turzii vorbei. Das ist ein Naturschutzgebiet mit einer Kalksandsteinklamm. Es war noch Vormittag und so war dort in den zahlreichen Buden um die Gebührenpflichtigen Parkplätze noch nichts los. Da wir nicht wirklich wandern wollten beliesen wir es mit einem kurzen Aufenthalt auf dem Hügel bevor die Strasse endete.

Die Dörfer durch die wir kamen haben teilweise rumänische und ungarische Namen. Ich würde sagen das hier auch etwas mehr renovierungsbedarf besteht, als in den Orten durch die wir schon kamen. Es gab auch einige sehr Prunkvolle Häuser.

In Sighisoara war nicht ganz klar wo wir hin mußten, da uns das Navi in eine Straße führte, die durch eine Schranke gesperrt war. Also Adresse nochmal gecheckt und dem Schrankenwärter unsere Reservierung gezeigt. Wir durften passieren, sollen unser Gepäck ans Hotel bringen und dann das Auto wieder raus fahren.

Unser Hotel Fronius ist direkt in der Altstadt. Da wir zwei Tage bleiben konnten wir unser Auto auch direkt vor dem Hotel Parken. Das Haus ist von 1609 und beherbergte früher wohl Handwerkerwohnungen. Das Zimmer ist super Renoviert und das größte was wir bislang hatten.

Wir machen eine erste Runde in der Altstadt. Die Straßen sind mit großen Flußsteinen gepflastert, was das Laufen etwas schwierig gestaltet. Es geht einmal die Holztreppe hinauf und wieder runter. Anschließend in eines der Restaurants auf einen kleinen Salat.

In unserem Zimmer dann Blog schreiben, frisch machen und im Internet schauen was die Restaurant Empfehlung sagt. Wir landen im Restaurant von Graf und essen beide den traditionellen Schweine Eintopf, mit Spiegelei, Polenta und Käse. Das Schweinefleisch scheint gepökelt bzw. Kassler zu sein. Auch ein paar Wurststücke sind mit dabei. Alles in allem Lecker, wie so oft auch immer eine ordentliche Portion.

Danach durch die Altstadt zurück zum Hotel. Dort Kamera ablegen und Pulli holen. Danach geht es direkt gegenüber zum Teo. Ein Weinkeller der mit seinem Produkten an Destillaten schon diverse Preise abgeräumt hat. Der Besitzer spricht deutsch. Wir beschränken uns auf einem Wein. Ein Tasting wollen erst den nächsten Abend machen.

So geht’s über die Straße zurück ins Zimmer. Anja ist leicht angeschlagen und hat ein Kratzen im Hals. Das wird die Nacht nicht besser und leichtes Fieber kommt dazu. Zum Frühstücken war ich alleine, Anja liegt flach. Jetzt werd ich halt mal alleine los ziehen und schauen was Sighisoara so zu bieten hat.

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Essen im La Cina

  18:28 Uhr 

Es regnet relativ heftig und so fragen wir an der Hotelrezeption ob es in der Nähe ein Restaurant gibt. Ja tatsächlich, die nächste Strasse vom Hotel aus, kommt man gleich zum La Cina. Küche von Nudeln bis zu traditionell.

Mit den zwei Hotel Regenschirmen bewaffnet machen wir uns bei strömendem Regen auf. Viele der Hausdächer werden per Regenrinne einfach auf den Bürgersteig entwässert. Wasserdichte Schuhe wären von Vorteil, um sich das ein oder andere Mal trocken durch die kleinen Bäche zu bringen.

La Cina ist wirklich nicht weit weg und so gelangen wir in den großen Gastraum in dem zwei Tische mit je drei Personen besetzt sind. Zielsicher wählen wir den Tisch aus, der von allen der am dunkelsten beleuchtete ist. Bis ich mein Gerödel von Schirm, Jacke, Fotoasche abgelegt hab, bekommen wir schon die Menukarten. Ich lass erkennen das wir kein rumänisch können und wenn möglich wir eine englische Menükarte bevorzugen würden.

Die Bedienung war leicht geschockt bzw. ensetzt das nun Ihr englisch gefordert war. Ich versuchte zu beruhigen und alles wär kein Problem und setzte mich.

Krach! Die Sitzfläche löste sich aus den hinteren Stuhlbeinen und ich konnte die komplette Zerstörung des Stuhls gerade noch abfangen. Ich lachte und die Bedienung wäre am liebsten im Boden versunken.

Sie steckte den Stuhl wieder zusammen und tauschte ihn am Nachbartisch aus. Wir durchstöberten die Speisekarte. Die Bedienung kam mit einer Übersetzungsapp und entschuldigte sich vielmals für das Stuhl Missgeschick.

Anja bestellte Hähnchenbrust, Chicken Nugget Style mit Bratkartoffeln (Kartoffeln nach art des Hauses) und ich eine der Spezialitäten, nämlich Spare Ribs. Dazu nahmen wir eine Flasche trockenen Weiswein. Wein gab es sowieso nur flaschenweis.

Während in den Weinkühlschränken nach unserer Flasche Wein gesucht und nicht gefunden wurde, machte ich mir sorgen, ob mit Spare Ribs wirklich das gemeint war was ich dachte. Danke Übesetzer App wechselten wir vom trockenen zum halbtrockenen Wein. Der Wein war gar nicht schlecht!

An unserem Tisch gab es ab und zu auch einen Regentropfen, aber das kannten wir schon aus Bukarest. :-)

Ziemlich schnell kam dann auch das Essen. Ich bekam Spare Ribs mit Pommes, so wie ich es erhofft hatte. Messer und Gabel gegriffen und dann die Sensation: Das Fleisch fiel direkt von den Knochen. Und es war noch total saftig. Hammer! Diese Spare Ribs haben sich direkt im meine persönliche Bestenliste aller bislang in einem Restaurant gegessenen Spare Ribs eingereiht.

Anjas Hühner Brust Nuggets waren okay, aber nichts besonderes.

Heute wollt ich es wissen und ihn endlich probieren, den rumänischen Tuika Schnaps. Meine Bestellung verlief einwandfrei per Handzeichen. Und das Glas war randvoll :-)

Bis wir unsere Flasche Wein leer hatten waren wir dann auch die einzigen Gäste. Die Rechnung war günstig und trotz allem ein sehr gelungener Abend.

Damit es dem ein oder anderen nicht so vorkommt: Dies war keine Kritik, sondern die liebevolle Bescheibung eines gelungenen Restaurant Besuch wie in das Leben schrieb.

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Museums Tag

  17:40 Uhr 

Am gestrigen Donnerstag war eigentlich den ganzen Tag Regen angesagt. Aber nach dem Früstück war das Wetter tatsächlich ganz gut. So machten wir uns auf die geplante Outdoor Aktivität anzugehen. Per Uber ging es in den botanischen Garten in Cluj.

Leider lies das bunte Pflanzen Treiben kurz nach dem Eingangsbereich ziemlich nach. Da hätten Anja ein wenig mehr erwartet. Ich bin noch auf den Wasserturm hoch gegangen, aber die Aussicht hielt sich in Grenzen, da die Bäume rings um ähnlich hoch waren und damit die Sicht einschränkten.

Immer noch trockenes Wetter aber wir machten uns trotzdem per Uber auf ins Museum of Immersive New Art, kurz MINA genannt. Wir waren etwas unsicher, da uns der Fahrer in ein Industriegebiet mit diversen Lagerhallen und Transportdienstleistern brachte. Es war aber alles richtig. Die Ausstellung bzw. Vorführungen brauchen eben viel Platz wie er in einer Lagerhalle vorhanden ist.

Wir nahmen das Doppelpack und so ging es erst in die New Media Ausstellung. Es ging los in einem Spiegellabyrinth, in dem quasi Quallen hingen, deren Farben sich langsam veränderten. Weiter in den nächsten Spiegelraum mit LED Lichteffekten. Insgesamt gab es fünf Räume. Das ganze lässt sich schwer beschreiben, es war jedenfalls ziemlich gut!

Das zweite war dann die Immersive Shows. Ein Großer Raum mit Sitzkissen und mit Projektion an den vier Wänden und am Boden. Hier sahen wir die Shows zu Leornado Da Vinci und dem Maler Monet. Beides zusammen dauerte eine Stunde. Schwer zu beschreiben, aber das ganze war sehr beeindruckend.

Diese Art von Museum bzw. Vorführung ist wohl in Japan sehr angesagt. Wir denken das es irgendwann auch in Deutschland kommen wird. Wir finden es jedenfalls empfehlenswert.

Nach dem MINA fing es dann leicht zu regnen an. Wir lassen uns ins Steampunk Transilvania Museum fahren. Das Museum ist auf zwei Etagen und kleiner als gedacht. An verschiedenen Stationen stehen Mitarbeiter und zeigen und erklären die einzelnen Gerätschaften. Ein paar kann man auch selbst ausprobieren.

Museum fanden wir okay. Es war vielleicht etwas chaotisch da in der oberen Etage nur ein einzelner zur Verfügung stand alles zu erklären. Dazu waren aber zu viele Gäste da und es gab etwas durcheinander.

Zu Fuß ging es dann zurück zum Hotel, mit einem Stopp in einer Foccacia Bäckerei, um uns zu stärken.

Im Hotel angelangt, begann der Himmel langsam aber sicher seine Schleusen zu öffnen. Irgendwann mußten wir uns aber was zum Essen suchen.

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