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Draculas Schloss

  18:54 Uhr 

Wenn man schon in Transilvanien unterwegs ist, dann kann man sich natürlich auch mal Schloss Bran, bzw. besser bekannt als Draculas Schloss ansehen. Wir hatten gegen 10:00 Uhr eine Führung gebucht. So früh am Tag gab es auch noch Parkplätze.

Unsere Gruppe bestand nur aus vier Gästen und der Führerin. Zu Fuss ging es hinauf zum Schloss, und dann erstmal in der Schlange anstehen, bis es hinein geht. Es gibt zahlreiche Infos wer wann das Schloss besessen und bewohnt hat. Im Schloss ist die Hölle los. Man wird quasi durch das Schloss geschoben. Es gibt eine feste Route, von der man auch nicht groß abweichen kann.

Bis 2009 waren wohl täglich knapp 500 Besucher im Schloß. Dann wurde das Marketing mit dem Thema Dracula hoch gefahren und nun sind täglich 3000 Besucher hier. Dracula ist ja eher so ein mix aus diversen Charakteren und Gegebenheiten. Graf Vlad, der Pfähler, ging hart mit seinen Feinden um. Allerdings ist er auch ein Nationalheld weil er das Land von den Türken befreit hat. Irgendeine Gräfin hat Jungfrauen einmauern lassen um ewige Jugend zu erlangen. Das und einiges mehr wurde dann zum Thema Dracula.

Unsere Führung sollte eine Stunde dauern, dauerte dann aber fast zwei Stunden. Wenn es interessiert kann die Führung machen, war vielleicht etwas teuer, ansonsten sollte man sich überlegen ob man durch das Schloss geschoben werden will.

Danach ging es mit dem Auto an die Cabana Plaiul Foil, quasi eine große Almhütte direkt an der Strasse. Wir nehmen jeweils einen Caesars Salat.

Auf dem Rückweg geht es erstmal zum tanken. Hier sehen wir auch zwei Pferdefuhrwerke in Aktion. Beide sind komplett voll mit Mist beladen. Das zweite Pferd hat sichtlich Problem die Kante vom Feldweg zur Strasse zunehmen. Ich überleg schon ob ich zum schieben hin gehen soll. Na ja, aber Mist ist auch nicht gerade mein Favourit.

Nach zwischenstopp im Hotel ging es wieder in die Innenstadt zum Essen. Einmal Risotto und einmal Nudeln jeweils mit Shrimps. Dann in ein Strassenkaffee auf einem Wein. Trotz Pullover ist es doch sehr kühl. Also suchen wir was wärmeres. Wir landen im Bistro Weiss.

Persönliches Highlight dort: Die Musik kommt tatsächlich von zwei Akai GX-646 Tonbangeräten. Heutzutage wahrscheinlich kaum noch zu bezahlen. Sensationell!

Im Hotel ist im 6 Stock im Frühstücksraum noch eine private Party, die uns vorab schon angekündigt wurde. Das leichte summen unserer Klima übertönt die Musik und so geht der Tag zu ende.

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Libearty

  16:41 Uhr 

Früh aufstehen war angesagt, da wir um 10:30 Uhr eine Tour im Bärenreservat Libearty gebucht hatten.

Bären aus Zirkus, Tanzbären, Privathaltung, teils schwer misshandelt finden hier auf einem großen Areal, die Lebensumgebung, die Ihrer Art gerecht wird. Aktuell sind 129 Bären im Reservat. Braunbären wurden in Rumänien oft als Attraktion gehalten. Dies ist mittlerweile Verboten. Die Führung dauert rund 1 Stunde und man erfährt einiges über die Bären und deren Schicksal, was man eigentlicht nicht war haben will.

Z.b. Ausgestochene Augen, ständig mit Bier, teils Schlafmitteln beruhigt und mit Pfefferspray direkt in die Nase dem Geruchsinn beraupt, nur um gegen Geld mit Leuten fotografiert zu werden. Wie pervers ist die Menschheit eigentlich?

Es gab etliche Bären zu sehen. Wer mit einer Kamera fotografieren will (Handy Kameras ausgenommen) muss 10.- € extra bezahlen. Es gibt keine bevorzugten Foto Plätze, man hat daher immer auch einen Zaun mit auf dem Bild. Mittlerweile gibt es ja einiges an Tools um den Zaun später weg zu retouschieren.

Weiter ging es dann nach Magura. Ein kleines Gebirgsdorf. Die Strasse ist erst asphaltiert und später dann gut befahrbarer Schotter. Eine zeitlang waren zwei Autos vor uns, die von der Geschwindigkeit her auch hätten laufen können. Wenn man hier Angst um sein Auto hat, sollte man auf solche Ausflüge verzichten. Trotz allem aber auch mal in den Rückspiegel schauen und realisieren das man den Verkehr aufhält. Dank Hupe wurden wir irgendwann vorbei gelassen.

In einem kleinen Kiosk gönnten wir uns ein Eis und schauten uns einige der Häuser an. Fast alle super her gerichtet.

Während wir uns im Hotel auf den Abendausflug vorbereiteten fing es wie die Abende zuvor wieder zu regnen an. Wir griffen sogar zu Jacke und Pullover, sowie zu den Vom Hotel bereit gestellten Regenschirmen.

Diesmal wurde es nobler und wir gingen ins One Soul. Es gab crispy Tuna Tataki und Steak Tartare als Vorspeise. Hauptgänge waren Entenbrust und ein Beef Tenderloin, begleitet von einer Flasche Wein. Preislich einiges mehr, aber im Vergleich mit deutschen besseren Restaurants eher noch normal.

Zum Abschluss gings erneut in den Juno Wine Garden. Dort ist Freitag und Samstag Wine Talk. Heißt ein Master Wein Somelier bietet eine handvoll Weine zum probieren an und man spricht quasi darüber. Wäre zu erwähnen das das ganze kostenlos ist. Nicht nur das sprechen, sondern auch das probieren. Wir waren die einzigen und es war sehr interessant. Wir werden jedenfalls daheim mal nach rumänischem Wein ausschauh halten.

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Rosnov

  08:30 Uhr 

Gestern ging es erst einmal nach Rosnov/Rosenau. Wir parken in einer Tiefgarage, sind uns allerdings nicht sicher wo wir bezahlen müssen. Eine Frau beantwortet uns die Frage: Nix bezahlen. Das hatte ich ja schon Jahrzehnte nicht mehr, das parken nix kostet.

Wir gehen gleich zu der kleinen Standseilbahn, die hoch zur Burg fährt. Mit dem Ticketkauf sollen wir noch warten. Auch ein Kindergarten Ausflug wird erstmal vertröstet. Dann geht es doch los.

Oben angekommen laufen wir den Weg zur Burg als plötzlich unsere Handys wieder Alarm schlagen. Diesmal werden wir gewarnt, das ein Bär am Parkplatz der Burg gesichtet wurde. Man soll nicht versuchen sich ihm zu nähern um ihn z.b. zu fotografieren. Gut, wir parkten ja eh in der Stadt. Das mit dem Handy Alarm entwickelt sich langsam zum Running Gag.

Die Burg kann man sich nur von außen anschauen. Unklar ob es da auch Möglichkeiten gib rein zu kommen. Schliesslich gehts mit der Bahn wieder nach unten. Direkt in eine Pizzeria auf ein Getränk.

Mit dem Auto fahren wir dann durch Bran, dort wo Draculas Schloss ist, und weiter nach Fundata. Die Strasse durchs Gebirge wird derzeit komplett erneuert. An zahlreichen Baustellen wird gearbeitet. Leider gibt es nirgends einen Aussichtspunkt bzw. mal eine Haltebucht um die Landschaft zu fotografieren. Man könnte meinen man ist in der Schweitz. Verstreute Häuser auf den Hügeln mit Wald und Wiesen.

Irgendwann kommt ein Art Raststätte, das Stana Din Deal. Ein großer Parkplatz, mit diversen Tischen und Bänken. Aus einem Lautsprecher kommt laute Folklore. Im Gastraum ist niemand, außer dem Kellner. Wir nehmen Platz und bestellen einmal Bulz Ciobanesc cu Branza, Smatana si 1 Ou und für mich Carnati de Casa cu Mamaliguta, sowie eine Fanta und eine Cola. Das eine war Polenta mit zerlassenem Käse, saurer Sahne und einem Spiegelei und das andere war Polenta mit drei hausgemachten Bratwürsten, Käse und zwei Gewürzgurken. Alles zusammen für nicht ganz 11 Euro.

Während wir essen, kommen weitere Gäste. Scheint wir haben für Umsatz gesorgt. Gut gestärkt geht es die Tour wieder zurück bis ins Hotel.

Eigentlich satt gehen wir Abends nur je eine Pizza essen. Erneut regnet es. Es wird aber etwas besser und wir landen schlußendlich im Juno Wine Garden. Dort sitzt man in Weinfässern draussen im Garten. Auch im Regen geeignet.

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Fahrt nach Brasov

  16:48 Uhr 

Es ging früh zum Frühstück, um rechtzeitig unsere Mietwagen abholen zu können. Dieses mal vertrauten wir auf Uber, um zur Mietwagenstation am Flughafen zu gelangen. Gebühr nur ein sechstel vom Fake-Taxi.

Verkehr in Bukarest ist heftig und so ging es per Stop and Go durch die Stadt. Trotz allem waren wir fast eine Stunde zu früh. Der Mietwagen war noch beim waschen.

Wir hatten ja ein Navi gebucht. Das war allerdings ohne USB Adapter. So wurde es erst storniert, um dann wieder dazu gebucht zu werden, nachdem in einem anderen Auto doch noch ein Navi gefunden wurde, das wir dann bekamen. Unser Leihwagen ist ein fast neuer VW Polo.

Es ist auch hier viel Verkehr. Die Temperatur ist mittlerweile auf 16 Grad gefallen. Nach zwei dritteln der Strecke schlagen unsere Handys wieder Alarm. Es wird vor Unwetter mit Hagelschauer gewarnt. Man soll nicht reisen, sich nicht draussen aufhalten und irgendwo Schutz suchen.

Kurz vor unserem Hotel fängt es so heftig zu regnen an, das fast nichts mehr durch die Frontscheibe zu sehen ist. Auf den Strassen stehen 5 bis 20cm Wasser. Das Auto wird regelrecht gebremst wenn es durchs tiefe Wasser geht. Die Strasse, die wir hoch fahren gleicht eher einem Fluß. Teils als braune schlammige Flüssigkeit.

Das Belfort Hotel hat zum Glück eigene Parkplätze. Das Hotel und die Zimmer sind top. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hat, holen wir unser Gepäck nach.

Der erste Ausflug in die Altstadt wird immer wieder durch kurze heftige Regengüsse unterbrochen. Bei einem suchen wir Schutz in einem Cafe.

Zum Abendessen gehen wir ins Ograda und bekommen gerade noch so zwei Plätze am Tresen. Anja isst Osso Bucco und ich geschmorrte Rinderbacken. Beides lecker und ohne Überraschungen. Nach einem Abacker in der Hotelbar geht der Tag zu Ende.

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Stadtbummel Bukarest

  18:48 Uhr 

Gestern war Bukarest angesagt. Unsere Handys meldeten sich allerdings beim Frühstück schon lautstark. Übers Mobilnetz kam eine Hitze Warnmeldung. Man soll nicht reisen, nicht in die Sonne gehen und sich so gut wie gar nicht körperlich betätigen.

Wir machen uns trotzdem zu Fuß auf den Weg und suchen erstmal die Touristen Information auf. Dort gibts einen Stadplan und wir bekommen die Sehenswürdigkeiten von “Klein Paris”, wie Bukarest auch genannt wird, markiert. Zumindes das was man in einem Tag schaffen könnte.

Wir holen uns eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel für umgerechnet nicht ganz 3€. Mit der U Bahn geht es dann zum Obor Market. Hier gibt es nahezu alles. U.a. eine Halle für Gemüse und auch eine für Fisch. Die Auswahl ist sehr groß, viele Käufer sind nicht unterwegs. Kein Wunder, klettert das Thermometer auch langsam Richtung 39 Grad.

Wir gönnen uns ein Eis und kühlen uns im Einkaufszentrum etwas runter. Dann zurück Richtung Stadt. Wenig später brechen wir ab und legen eine Mittagspause im Hotel ein.

Gegen 16 Uhr reservieren wir im Caru cu bere Restaurant fürs Abendessen. Bei nur noch 37 bis 38 Grad geht es durch den Cismigiu Park. Dann Rast für ein kaltes Mineralwasser und feinen Wasserdunst versprühenden Ventilatoren.

Kurz vor 19 Uhr sind wir im Restaurant und bekommen innen einen Platz in der Tiefebene. Dort ist jedenfalls angenehm kühl. Wir nehmen einen griechischen Salat vorweg. Danach Spare Ribs für Anja und ich nehm eines der rumänischen Nationalgerichte: Sarmale. Das sind kleine Kohlrouladen mit Fleischfüllung. Dazu gab es Polenta mit 5-6 grünen Chili Ringen oben auf.

Boah, die Chili sind genau so scharf, das ich direkt üblen Schluckauf davon bekomme. Die restlichen lass ich dann lieber liegen. Sarmale war soweit okay.

Auch nach dem Essen hat es nahezu nicht abgekühlt. In einer kleinen Cocktailbar, mit Tischen auf dem Gehsteig, treiben wir den Altersdurchschnitt massiv in die Höhe. Ein Mann, grob in unserem Alter, bietet uns einen Platz an seinem kleinen Tisch an.

Es wird ein kurzweiliger Abend und es bleibt nicht bei einem Getränk. Unser Tischnachbar stammt aus Pakistan, hat in Norwegen seinen Master gemacht und lehrt nun an der Universität in Oslo was mit Elektronik, Marketing und Wirtschaft.

Er macht ebenfalls Urlaub und kennt die Städte, die wir noch alle besuchen wollen. Er ist zuversichtlich das wir dort kühlere Temperaturen haben werden. Na dann sind wir mal gespannt.

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